Yin Yoga

Als ich das erste Mal eine Yin Yoga Stunde erlebte, war ich danach zutiefst entspannt, glückselig und weit entfernt von der Hektik „im Außen“. Es dauerte einige Zeit bis ich wieder im „Hier und Jetzt“ angekommen war. Das wollte ich lernen, dieses tiefe Loslassen und ich wollte es lehren. Soviel stand fest! Deswegen besuchte ich weitere Stunden und Fortbildungen zum Yin Yoga.

Die Ausdrücke Yin Yoga und Yang Yoga stammen aus dem Chinesischen.

Yin steht für das Weibliche, das Erdige, das Ruhige, das Annehmende, das Sanfte, das Beständige.
Yang für das Männliche, für Leistungs-orientierung, Anspruchsorientierung, das Dynamische, das Extrovertierte.

Yang Yoga ist dynamischer und fordernder Yoga. Im Yang Yoga geht es darum, seine Fitness, Körperkraft und Flexibilität zu erweitern.
Yin Yoga ist ein ruhiger, tendenziell passiver Yogastil, bei dem du „geschehen lässt“.

Es geht vor allem darum, in die verschiedenen Asanas (Körperstellungen) über einen längeren Zeitraum hinein zu entspannen und den Atem frei fließen zu lassen.

Auf diese Weise werden nicht die Muskeln, sondern die Faszien besonders angesprochen. Da in den Faszien Schmerzrezeptoren sitzen, die viel häufiger Schmerzen melden als der Muskel selbst, können durch dieses Lösen von Verklebungen der Faszien eventuelle Schmerzen deutlich reduziert werden. Durch das lange Halten der Asanas kommst du zu innerer Ruhe, zum tiefen Loslassen. Yin Yoga eignet sich damit besonders als Ausgleich zu eher bewegungsorientiertem Yang Yoga und als Ausgleich zu unserem eher yanglastigen Leben. Du erfährst tiefe Selbstwahrnehmung und Entspannung.
Yin Yoga wird hauptsächlich im Sitzen oder Liegen praktiziert. Insbesondere die Hüftöffnung ist im Fokus vieler Übungen.

Und auch hier gilt:

Nicht die Quantität, sondern die Qualität einer jeden Yin Yoga Übung zählt.

Falls du neugierig geworden bist, komm doch mal vorbei. Wir treffen uns jeden Donnerstag um 18.30 Uhr und freuen uns über neue „Yin Yogis“.